
Leberraoosaufsammluiigen studiren von Junghuhn, Teysman, de Vriese,
Kurz, Korthals, von Diest, Andrée Willens, Kuhl und van Hassell,
Zippelius, Waitz u. a., welche in seinem eigenen Herhar und in
denen von Junghuhn, van den Bosch, Dozy, Molkenboer und Miguel,
sowie im Rljksherbar zu Leyden aufgespeichert waren.
Er veröffentlichte 18B5 Diagnosen neuer Arten aus der Junghuhn’sehen
Sammlung im III. Bande des Nederl. kruidk. Arch. (Novae spec.
Hepat. ex insula Java detexit D'. F. Junghuhn (') und Addenda C)
dazu ebendaselbst. Abgedruckt wurde 18S6 diese Abhandlung m
Naluurk. Tijdsch. voor Nederl.-Indie (=).
Im Jahre 1886 wurde von Dozy im Nederl. kruidk. Arch. (“) die
Beschreibung und Abbildung der prachtvollen Plagiochila Sandei bekannt
gemacht (auch als Separat-Abdr. in Quarto erschienen) (').
In dieser Schrift siud ausserdem noch die Diagnosen von 37 neuen
Arten aus Java von Sande Lacoste beigefügt.
Für de Vriese’s Plantae Indiae Batavae (1886) (®) bearbeitete
Sande Lacoste die von Reinwardt neuerdings im Indischen Archipel
gesammelten Hepaticae. Für 26 Arten, unter denen zwei neue
beschrieben sind, werden zahlreiche neue Fundorte angeführt und
reichliche Literaturcitate beigebracht; die Diagnosen zind zumeist
aus der Synopsis Hepatic, herübergenommen.
Im selben Jahre (1886) publicirte Sande Lacoste seine Synopsis
Hepaticarum Javanicarum C), eine der wichtigsten Schriflen über
die Lebermoosflora des Indischen Archipels, da hier zum ersten Male
seit dem Erscheinen von Nees von EsenbecJc’s Hep. Javan (1830) die
Resultate der Lebermoosforschung im genannten Gebiete zusamnien-
gefasst sind. Die Diagnosen sind meist unverändert aus der Synopsis
Hepat. entnommen; nur in wenigen Fällen sind sie durch die Beschreibung
der bis dahin unbekannten Fructiflcalion bereichert. Die
Slandortsangaben sind meistens ganz allgemein gehalten.
Einen besonderen Werth erhält diese Arbeit dadurch, dass hier
die früher von Sande Lacoste aufgestellten neuen Arten vorzüglich
(■) r . m . o N “. 115. (“) N». 116. {') N«. 14. (•) N«. 15. [•) N«. 117.
( ’) N“. 1 1 8 .
ahgebildet sind. Diese sorgfältige Zusammenfassung gestattet einen
.Ueherblick über die Fortschritte, welche die Kenntniss der Hepaticae
des Indischen Archipels in den 26 Jahren seil dem Erscheinen der
Hep. Javan. gemacht hat. Die Zahl der aus dem Gebiete bekannten
Arten hat sich in diesem Zeiträume von 65 auf 267 gesteigert.
Im Jahre 1856 machte Mitten die von Parish in Moulmain auf
der Malayischen Halbinsel gesammelten Lebermoose bekannt ( ‘).
Von höchstem Werlhe ist die der Bot. Zeit. 1858 als Beilage
beigegebene Schrift von Gotische: Uebersicht und kritische Würdigung
der seit dem Erscheinen der Syn. Hepat. bekannt gewordenen
Leistungen in der Hepaticologie (“). Mit der diesem ausgezeichneten
Manne eigenen Gründlichkeit kritisirt und corrigirt derselbe in
dieser Schrift die einzelnen Angaben und giebt ausserdem die
Beschreibung von vier neuen Arten aus unserem Gebiete.
In der Aufzählung der »Hepaticae Indiae orientalis” von Mitten
(1861) (®) sind nicht nur die Lebermoose der Halbinsel Malacca
nebst den Inseln Penang und Singapore einhezogen, sondern es
werden auch einige werthvolle Bemerkungen über Javanische Hepaticae
gemacht.
Eine ungemein reichhaltige Ergänzung zu seiner Syn. Hepat. Javan.
veröffentlichte Sande Lacoste in Miquel’s, Annales Musei Lugduno—
Batavi I. (1863—64) {*), die eines der wichtigsten Documente für
die Kenntniss der Lebermoosflora des Indischen Archipels darstellt.
Viele Arten werden als Bürger des Gebietes nachgewiesen, von
denen 26 als neue Arten beschrieben und theilweise abgebildet
werden. Zahlreiche Irrthümer der Syn. Hepat. Javan. werden richtig
gestellt und die Kenntniss der geographischen Verbreitung der Arten
durch reichliche neue und ausführliche Standortsangaben wesentlicli
gefördert.
Im Jahre 1869 signalisirt S. 0. Lindberg in seiner inhaltsreichen
Schrift »On Zoopsis” (^) das Vorkommen der merkwürdigen
Zoopsis argenlea in Java.
(*) N". 7 9 . (ff N». 3 4 , (ff N". 78. ( ') N“. 1 1 9 . (ff N“. 6 3 .